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Antrag: Buslinie 287 fährt durch

Das Jugendparlament (Jupa) hat im Oktober beantragt, dass sich die Stadt Erlangen dafür einsetzt, dass die Buslinie 287 durchgängig nach Steudach fährt. Damit hat nahm das Jugendparlament einen Antrag auf, den das ehemalige Jupa-Mitglied Avi Agrawal eingebracht hatte.

Hier der von Avi Agrawal verfasste Antrag im Wortlaut:

 

"Seit Mitte Dezember 2020 fährt die Buslinie 287, die Einzige, die bis Steudach fährt, nur noch in einem bestimmten Zeitraum zu den Haltestellen in Kosbach, Häusling und Steudach, nämlich zwischen 6:00 bis 8:00 Uhr und von 10:00 bis 14:00 Uhr. Am Samstag und Sonntag fahren keine Busse nach Kosbach, Häusling und Steudach.

 

Wenn man außerhalb von den begrenzten Uhrzeiten zu diesen Orten beziehungsweise von ihnen mit dem Bus fahren will, muss man mindestens eine halbe Stunde vor der Abfahrt bei der Taxi-Zentrale anrufen, jedoch muss man auch hier den vorgegebenen Fahrplan beachten. Dies führt zu einer deutlichen Verlängerung der Wartezeiten. Das hat vor allem für Kinder und Jugendliche, die in Kosbach, Häusling und Steudach wohnen, eine negative Auswirkung, da dies nach der Pandemie beziehungsweise auch jetzt schon zu Problemen und langen Wartezeiten führt. Oder viele haben beispielsweise auch noch nach 14:00 Uhr Schule, auch Kinder, die kein Handy zur Verfügung haben.

 

Hinzukommt, dass das Treffen mit Freunden erschwert wird, da man normalerweise als Jugendlicher aber auch als Erwachsener seinen ganzen Tag nicht schon im Voraus durchplant, sondern spontan etwas unternimmt und somit kann man schlichtweg keinen eindeutigen Entschluss darüber fassen zu welcher Uhrzeit man bspw. in die Innenstadt fahren will oder um wie viel Uhr man vor hat nach Hause zu gehen und dies führt ebenfalls zu längeren Wartezeiten.

 

Das hat zur Folge, dass die Demotivation gegenüber der Nutzung von öffentlichen Verkehrsmitteln in der Bevölkerung weiter steigt. Dadurch rufen die meisten ihre Eltern an, um mit dem Auto abgeholt zu werden. Im Sommer kann man zwar auf den Bus verzichten und die bspw. ca. 8,0 km von Häusling zur Innenstadt mit dem Fahrrad fahren, jedoch wollen die meisten im Winter auf die Kälte, den glatten Boden und somit auf das Fahrradfahren verzichten. Hier werden also die ländlicheren Regionen vernachlässigt und der Ausbau, aber auch die Anreizschaffung zur Nutzung von öffentlichen Verkehrsmitteln verschlechtert. 

 

Wir schlagen vor, dass die Buslinie 287 zu allen Zeiten (nach dem Fahrplan), auch ohne davor anzurufen, an den Haltestellen in Kosbach, Häusling und Steudach fährt. Dies würde die Nutzung von öffentlichen Verkehrsmitteln in ländlicheren Regionen erleichtern."

Antrag: LED-Beleuchtung für Sportplatz

Das Jugendparlament hat im Oktober beantragt, den Hartplatz in Tennenlohe mit einer LED-Lichtanlage auszustatten. Damit unterstützt das Gremium den Wunsch der Kinder und Jugendlichen aus dem Stadtteil. Begründet wird der Antrag, dass der Hartplatz weitab der Wohnbebauung hinter der Tennenloher Grundschule und den Sportanlagen des SV Tennenlohe läge. Nach der Erneuerung des Belages Ende 2020 und der seitdem guten Nutzung fehle es noch an einer Beleuchtung. In den Wintermonaten sei, so das Jugendparlament, eine Nutzung bis maximal zum späten Nachmittag möglich.

Tag der Deutschen Einheit - Treffen mit dem Jenaer JuPa

Traditionell gab es am 3. Oktober, dem Tag der deutschen Einheit, wieder gemeinsame Aktivitäten von Stadt Erlangen und der Partnerstadt Jena. Das Jugendparlament war mit dabei und traf sich mit dem Jugendparlament Jena. Nachfolgend ein Bericht von Emilia Kindler, erste Vorsitzende des Jugendparlaments Erlangen: An der von den zwei Partnerstädten organisierte Tagesfahrt vom Jugendparlament Jena nach Erlangen fanden die Feierlichkeiten zum Tag der Deutschen Einheit statt. Am 3. Oktober besuchte das Jugendparlament Jena erneut das Jugendparlament Erlangen, anlässlich des Festaktes zum Tag der Deutschen Einheit in Erlangen. Die Partnerschaft reicht bis in die 1980er Jahre zurück, als Jena noch Teil der DDR war.

 

Seit 2004 ist es Tradition, dass zahlreiche Bürger*innen der beiden Partnerstädte sich abwechselnd an diesem Tag besuchen. Der Aufenthalt begann um 11 Uhr mit einem musikalischen untermalten Festakt durch das Christan-Ernst-Gymnasium, unter Leitung von Phillip Barth, und dem Jugendensembles aus Jena  im Redoutensaal. Eingeleitet wurde dieser von einer Begrüßung durch die beiden Oberbürgermeister Dr. Florian Janik aus Erlangen, und Dr. Thomas Nietzsche aus Jena.

 

Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand die Rede von Christian Dietrich mit dem Thema Wiederstand und Menschenwürde, woraufhin das P-Seminar „Poetry-Slam“ unter Leitung von Nicolas Schmidt des Emmy-Noether-Gymnasiums ihre Texte zu diesem Thema vortrugen.

 

Zum Abschluss wurde gemeinsam begleitet von den oben genannten Orchestern die deutsche Nationalhymne gesungen. Im Anschluss verbrachten wir den restlichen Nachmittag mit dem Jugendparlament Jena und 15 Europäern, die ein freiwilliges-soziales Jahr in Jena machen. Zu Beginn gab es eine kleine Stadtführung durch die Innenstadt. Gemeinsam aßen wir dann etwas am Martin-Luther-Platz. Frisch gestärkt konnten wir somit, wie jedes Jahr aufs Neue, im E-Werk am Kneipenquiz mit Big Kev teilnehmen. Nach einem Kopf an Kopf Rennen konnte das Team „Weird Flex“, bestehend aus Emilia, Linette, Max und Fynn, Wissen und Können beweisen.

 

Nach diesem witzigen Nachmittag konnten wir noch mit einem abschließenden Spaziergang zur Matthäuskirche einen weiteren Teil der Stadt den Gästen aus Jena näherbringen, wo wir uns leider schon verabschieden mussten. 

 

Insgesamt war es für uns alle ein sehr schönen Ausflug. Wir haben uns gefreut, dass wir uns als Partnerschafts-Jugendparlamente besser kennenlernen und neu verknüpfen konnten. Wir freuen uns sehr auf das nächste Treffen mit dem JuPa Jena.

Erlangerinnen

Viel zu oft wurden und werden Frauen aus dem öffentlichen Bild gedrängt, ihre Errungenschaften vergessen oder missachtet. Wir als Jugendparlament wollen daher zum diesjährigen Frauenkampftag einige besondere Erlangerinnen sichtbar machen und ihr Geschichten und Erfolge vermitteln.

Luise Kiesselbach steht vor einem aufgeschlagenen Buch.
Bildquelle: Erlanger Stadtlexikon

Luise Kiesselbach

 

1863 - 1929

 

Wer von feministischer Geschichte in Erlangen spricht, muss bei Luise Kiesselbach anfangen. 1910 übernahm sie den Vorsitz des Vereins Frauenwohl, der einige Jahre zuvor von Anna Rosenthal gegründet wurde, und trat mit diesem für Frauenarbeit, Mädchenbildung und Frauenrechte ein. Schon ein Jahr zuvor war sei eine der ersten Armenpflegerinnen Bayerns geworden.

 

Nach ihrem Umzug nach München setzte Kiesselbach dort ihre feministische Arbeit fort, übernahm die Leitung des Vereins für Fraueninteressen und wurde zu einer Führungsfigur der bayerischen Frauenbewegung. Auch um die Paritätische Wohlfahrt machte sie sich besonders verdient. Nach Erlangen kehrte sie mehrmals für Vorträge zurück.

 

1919 zog sie für die DDP in den Münchner Stadtrat ein und gehörte somit zu den ersten Frauen überhaupt in diesem Amt. Auch dort setzte Kiesselbach sich weiter für soziale Fragen ein, gründete ein Kinder- und ein Altenheim und engagierte sich für Frauen, Alte und Jugendliche.


Emmy Noether steht vor einem Stuhl. Die junge Frau trägt Bluse, Kleid und eine markante Fliege.

Emmy Noether

 

1882 - 1935

 

Die zahlreichen naturwissenschaftlichen Gelehrten, die Erlangen hervorgebracht hat, überragt Emmy Noether doch um Weiten. 

 

Nach ihrer Ausbildung zur Lehrerin studierte sie in Göttingen und Erlangen Mathematik und promovierte summa cum laude. Als Vorarbeiterin der "Neuen Algebra" entwickelte sie das nach ihr benannte Noethersche Theorem, das sogar Einstein lobte.

 

1933 wurde Noether wegen ihrer jüdischen Abstammung von den Nazis aus ihrem Lehrstuhl in Göttingen vertrieben, setzte ihre Arbeit jedoch am Bryn Mawr College in den USA fort, wo viele Größen der modernen Mathematik von ihr lernten. Dort starb sie schon zwei Jahre später unerwartet.


Emma Brendel steht mit einem Buch in der Hand vor ihrem Fenster.
Bildquelle: estw.de

Emma Brendel

 

1895 - 1985

 

Die Lehrerin Emma Brendel verschrieb ihr Leben der Jugendfürsorge und Mädchenbildung. Geboren in den USA, kam sie 1921 an die Berufsfortbildungsschule für Mädchen in Erlangen.

 

Neben umfassender Aktivität in Berufsverbänden übernahm Brendel 1932 die Leitung der Berufsschule für Mädchen und wurde damit nach Elise Spaeth zur zweiten Schulleiterin Erlangens, ein Amt, das sie nach der Vereinigung der Berufsschulen nicht behalten durfte. Sie wurde zur "Direktorstellvertreterin" degradiert.

 

Nach 1945 gehörte sie dem Jugendwohlfahrtsausschuss der Stadt Erlangen an und wurde 1952 für die CSU in den Stadtrat gewählt. 1958 kam noch ein Mandat für den Bezirkstag hinzu. Die Trägerin der Bürgermedaille der Stadt war auch als Bürgermeisterin im Gespräch.


Anna Pirson als ältere Dame.
Bildquelle: estw.de

Anna Pirson

 

1887 - 1976

 

Anna Pirson widmete sich nach dem Zweiten Weltkrieg der staatsbürgerlichen und sozialen Frauenarbeit und hatte auch den Vorsitz des Deutsch-Evangelische Frauenvereins inne. 1948 wurde sie auf der Liste der FDP zur Stadträtin gewählt und schon ein Jahr später als erste Frau zur Erlanger Bürgermeisterin gewählt. 

 

In dieser Funktion stand sie dem Kultur- und dem Schulreferat vor, wobei sie sich besonders für die Volkshochschule und die Schulausbauten, die in der wachsenden Stadt notwendig geworden waren, einsetzte. Obwohl sie sich später mit ihrer Partei überwarf, war sie weiter im Kulturausschuss aktiv. Auch nach Pirsons Zeit als Stadträtin blieb sie in der evangelischen Frauenarbeit aktiv.


Ilse Sponsel. Die ältere Frau mit lockigem Haar lächelt freundlich in die Kamera.

Ilse Sponsel

 

1924 - 2010

 

Ilse Sponsel steht ihrem Mann Friedrich, der bis 1980 Bürgermeister für die SPD war, in keiner Hinsicht nach. Als städtische Beauftragte für die Betreuung der ehemaligen jüdischen Mitbürgerinnen und Mitbürger setzte sie sich beispielhaft für die Aussöhnung mit den Opfern des Nationalsozialismus in Erlangen ein. Zahlreiche Ehrungen, darunter das Bundesverdienstkreuz, der Bayerische Verdienstorden und die Yad-Vashem-Medaille der israelischen Gedenkstätte, künden von ihrem langjährigen Engagement. 


Dinah Radtke

 

geb. 1947

 

Dinah Radtke ist Erlangens jüngste Ehrenbürgerin und das auch zurecht. Nach dem Studium in Erlangen - damals war von Barrierefreiheit noch keine Rede - begann sie sich für die Rechte behinderter Menschen in unserer Stadt einzusetzen. Die Mitgründerin des bis heute bestehenden Zentrums für selbstbestimmtes Leben (ZSL) sowie dessen Dachvereins war auch lange Zeit Vizepräsidentin der internationalen Behindertenrechtsorganisation Disabled Peoples International. 

 

An der Erstellung der UN-Behindertenrechtskonvention war radtke maßgeblich beteiligt, besonders auf den Artikel 6 "Frauen mit Behinderungen" nahm sie großen Einfluss.

 

Für ihr Wirken erhielt sie unter Anderem das Bundesverdienstkreuz und die bayerische Verfassungsmedaille.


Wir hoffen, wir konnten euch mit diesen prägenden Persönlichkeiten auch einige Erlangerinnen näher bringen, die ihr vorher vielleicht noch nicht kanntet.

 

Allen, die sich weiter zu diesem Thema informieren wollen, legen wir den Audioguide der Stadt Erlangen ans Herz. In "Erlangerinnen in Bewegung" werdet ihr einige nun bekannte Gesichter wiederhören und viele neue spannende Damen aus unserer Heimatstadt treffen.

Neuwahl des Jugendparlaments - Ergebnisse

Vom 26. bis zum 31. Oktober 2020 fand die turnusmäßige Neuwahl des Jugendparlaments der Stadt Erlangen statt. 47 Jugendliche zwischen 12 und 18 Jahren kandidierten um eines der Mandate für den Beirat. Bei der Wahl, die dieses Jahr digital durchgeführt wurde, nahmen 7,6% der Wahlberechtigten ihr Stimmrecht wahr und unterstützten ihre Kandidierenden. Das Ergebnis der Wahl ist wie folgend, die Kandidierenden auf den Plätzen 1-15 gelten als gewählt. 

Rang Name Stimmanzahl
1  Linette Achenbach  341
2 Emilia Kindler 314
3 Tom Engelgeh 276
4 Anna-Lena Ott 272
5 Saskia Bierhals 267
6 Paulina Artavia Schuster 258
7 Nefeli Sack 257
8 Johanna Friedrich 228
9 Fynn Geifes 222
10 Razvan Apetroaei 209
11 Luna Müller 209
12 Mchitar Mkhitaryan 198
13 Kai Chan 182
14 Katharina Beuer 148
15 Yalin Aydin 138
16 Nico Steinbock 133
17 Jonas Goller 133
18 Viktor zur Strassen 125
19 Aidan Hokenson 121
20 Marlene Hopf 121
21 Pia Tepler 116
22 Mathis Hopf 116
23 Haram Dar 104
24 Emilia Dütting 93
25 Paula Procelewska 87
26 Patricia Procelewska 81
27 Mikael Aggül 79
28 Johanna Brümmer 72
29 Moqarib Ahmad 68
30 Aron Isaak 62
31 Luisa Böttcher 57
32 Kevin Böck 56
33 Joel Hagen 56
34 Oscar Fournié 48
35 Cosma Wahl 47
36 Anna Schomerus 45
37 Leyla Karakuyu 44
38 Merlin Henrici 41
39 Nils Borchert 40
40 Rufus Geiselhart 36
41 Vlasis Tsouni 35
42 Siddhi Moghe 31
43 Enaam Rashid 30
44 Abhiraam Iyer 27
45 Dilan Mikalajunas 20
46 Aleks Kazandzhiev 18

 

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